Die Thaliastraße ist ein sagenumwobener und abenteuerlicher Ort im 16. Wiener Gemeindebezirk. Vielen von uns ist die Thalia aus Film und Fernsehen bekannt und man ist sich bewusst, dass dort einfach jedes noch so exklusive Shopping-Herz fündig wird. Von farbenfrohen Hochzeitskleidern über pompösen Goldschmuck bis hin zu exotischen Süßigkeiten bei den fliegenden Händlern. Die Thalia übertrumpft hierbei eindeutig die Mariahilf mit ihrem multikulturellen Angebot und internationalem Charme.

Thalia ist in der griechischen Mythologie eine der neun Musen und bedeutet aus dem Altgriechischen übersetzt fröhliches Gelage. Tja, und nach so einer genüsslichen Völlerei mit Pizzaschnitte und Dürüm an einer der unzähligen Kebap-Buden der Straße, möchte man vielleicht kurz dem wilden Treiben der Thalia entfliehen.

Das macht man dann am besten auf Höhe des 16. Magistratischen Bezirksamts beim Richard-Wagner-Platz. Dort findet man ein stilles Örtchen, welches 24/7 für dich zur Verfügung steht. Architektonisch angelehnt an Herrn Otto Wagners Wiener Stadtbahn findet man ein gerade eben restauriertes Zwei-Kabinen-Juwel. Neu ist jetzt das Unisex-Format, welches auf ein Statement der Stadtverwaltung für Toleranz und Gleichberechtigung vermuten lässt.

Atmosphärisch überzeugen die Kabinen jedoch nicht wirklich. Das stählerne Interieur lässt darauf schließen, dass dem Pragmatismus gegenüber der Ästhetik Vorzug gegeben wurde. Hierzu ein Tipp an die MA 48: ein paar orientalische Klänge würden das Benutzungserlebnis noch positiv beeinflussen können. Jedoch wollen wir mal nicht so sein. Das öffentliche Wasserkloset verfügt über alles, was man bei einer Shoppingtour voller kleiner und großer Geschäfte auf der Thalia benötigt.

Sauberkeit
Wohlfühlfaktor
Ausstattung
Durchschnitt:
 

barrierefrei