Die Universität Wien ist eine der ältesten und größten Universitäten Europas. Neben den 94.000 inskribierten Studierenden, arbeiten zudem etwa 9.500 MitarbeiterInnen an 19 Fakultäten und Zentren der Universität Wien. Dass all diese Menschen dieselben Grundbedürfnisse haben ist wohl unumstritten und so muss auch jedeR zu gegebener Zeit auch mal eine Toilette aufsuchen. Ob Rektor, Professor oder StudentIn, jedem sind die WC-Anlagen der Universität Wien wohl sehr gut bekannt. Und da die Universität Wien an schier unzähligen Standorten in Wien ihre „Departements“ betreibt und diese sich auch archetecktonisch so sehr unterscheiden wie die vielen angebotenen Studienrichtungen, so liegt der Verdacht nahe, dass auch keine der Toiletten der anderen gleicht.

Ein Lokalaugenschein am UZA II Rotunde, welches sich im 9.Wiener Gemeindebezirk befindet und wohin sich wahrscheinlich die wenigsten Studierenden verirren, bietet auf den ersten Blick DIE Standard-Toilette schlechthin. Erst bei genauerem hin sehen erkennt man den USP des besuchten Klos.

Wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist, findet man auf den ersten Blick klassische, weiße Fließen vor, welche mit mitternachtsblauen Fließen am Boden mühevoll ergänzt wurden. Das Klo selbst ist ebenso nichts Besonderes und mit den klassischen Utensilien ausgestattet, einem Mistkübel, einer Klobürste und einem Toilettenpapierspender, welcher eher minderwertiges WC-Papier spendet. Negativ fällt vor allem die geringe Spülstärke und Wasserdurchflussmenge auf, diese sind zwar bei „kleinen Geschäften“ weniger relevant, werden aber spätestens bei den „großen, wichtigen Geschäften“ zum Problem. Genau hier wird die Klobürste zum überlebenswichtigen Werkzeug. Es ist im Allgemeinen nicht sonderlich empfehlenswert im UZA II Rotunde „große Geschäfte“ zu verrichten, da sich in jedem Stockwerk nur eine WC-Kabine befindet. Und obwohl dort eher weniger StudentInnen anzutreffen sind, ist es dennoch ein Moment der unendlichen Peinlichkeit wenn jemand an der Schnalle des Klos zieht und man einige, viel zu lange Minuten später mit gesenktem Haupt an der wartenden Person vorbeigehen muss. Und obwohl jedes menschliche Individuum weiß wozu Klos benutzt werden, möchte man doch stets den Anschein erwecken, dass es sich lediglich um ein „kleines Geschäft“ gehandelt hat.

Was nach dem Toilettengang aber noch viel wichtiger ist und niemals fehlen darf, ist das Hände waschen. Und hier überzeugt das Klo des UZA II Rotunde mit Vielfalt, denn es gibt nicht nur schnellwechselndes Warm- und Kaltwasser zur Auswahl, sondern auch eine Flüssigseife in schönem Pink und sogar ein Hygiene-Handgel. Außerdem kann man sich aussuchen ob man sich die Hände mit klassischen Papiertüchern oder einem Handtuch, welches von Oma sein könnte, abtrocknet. Für die Papiertücher spricht der Hygienefaktor, für das Handtuch der Umweltschutzgedanke, da hier weniger Müll erzeugt wird. Wofür man sich letztlich entscheidet, ist jedem selbst überlassen.

Weitere Highlights auf diesem Klo sind die WC-Kontrollliste für das Reinigungspersonal, welche den Anschein erweckt, dass das Klo wirklich sauber gehalten wird und ein Schild im WC, welches darauf hinweist, keine Hygieneartikel in die Toilette zu werfen. Dieses Schild findet sich wohl in jeder Damentoilette der Universität Wien und vermittelt mittlerweile auf irgendeine Art ein Gefühl der Heimeligkeit (obwohl bezweifelt werden darf, dass die Forderung wirklich eingehalten wird, wobei es in diesem Fall aufgrund der geringen Spülstärke sehr empfehlenswert wäre).

Besuchszeit: Dienstag, 09.01.2018, 16:00 Uhr

Sauberkeit
Wohlfühlfaktor
Ausstattung
Durchschnitt:
 

barrierefrei

kostenpflichtig

Hygieneprodukte